Andreas Niebur: Gedanken


Den Verstand zu fesseln bedeutet, sein Wesen und seine Gedanken zu nötigen, in einen Käfig zu sperren und sich anzupassen. Das Unbekannte wird gefürchtet, obwohl nur das Unbekannte, das Wesentliche eines jeden Menschen ausmacht. Das individuelle Geheimnis seiner Selbst, das abstrakte Denken und den Weg es zu seiner Vollendung zu bringen. Normen und Gesetze, Regeln und Standards werden immer präsent sein, um uns vor uns selbst zu schützen oder ist es einfach nur die Angst davor auf einen nicht berechenbaren Faktor zu treffen, der in Verbindung mit der Formel des Lebens ein unbekanntes Ergebnis sein könnte? Wir lernen uns auf das Wesentliche zu konzentrieren und unseren Geist zum alltäglichen 1x1 zu benutzen und uns mit nichts weiterem zu beschäftigen. Doch denkt man an all die wichtigen Dinge in unserer Geschichte, waren es immer die abstrakten und nicht erfassbaren Personen, die das Leben selbst neu definierten. Was wäre unsere Welt ohne die Erkenntnis, dass die Welt rund ist und Musik Leute vergessen lassen kann? Egal welche wichtigen Fortschritte in der Philosophie, Ethik, Technologie, Musik oder in den Naturwissenschaften erreicht worden sind, so waren es doch immer Leute, die dem Alltäglichen entsagt haben und sich in der 4. Dimension des Denkens geübt haben.

Ein jeder Mensch kommt von A nach B. Doch schaffen es die Normalbürger eines Staates, also der typische Mensch, von A nach C zu kommen ohne B zu kennen?

Was sollte man also tun? Sich anpassen und die Normen erfüllen oder seinen Geist zu befreien und vielleicht zum Bruchteil erkennen wer wir sind und warum wir sind?

Dürfen wir Menschen vielleicht gar nicht erkennen wer wir sind? Können wir die Wahrheit vielleicht gar nicht vertragen? Jeder Mensch macht sich Gedanken, welches wohl der Sinn des Lebens sei? Nun gut, Menschen denken ihren Sinn gefunden zu haben mit gesellschaftlichen Erfolgen und Träumen, allerdings ist jeder Traum einmal zu Ende. Da jeder Mensch im Leben einen anderen Sinn sieht, kann also ein Sinn nur individuell erfasst, allerdings nicht allgemeingültig ausgesprochen werden.

Da wir aber alle leben und uns unserer Selbst bewusst sind, muss es einen evidenten Beweis für den Sinn geben. Betrachten wir dies also einmal vom logischen Faktor her:

Der Mensch durchlebt drei Abschnitte seiner Existenz, die Geburt, das Leben und den Tod. Dies verbindet uns alle und ist evident, also allgemeingültig. Gibt man jetzt dem Leben einen individuellen Sinn von Mensch zu Mensch, so muss man dieses bei der Geburt und dem Tod auch tun. Sagen wir also aus, dass der Sinn im Leben eines Menschen individuell ist, so ist auch der Sinn der Geburt und der Sinn des Todes bei jeden Menschen individuell! Aber wir würden uns doch nie die Frage stellen, welchen Sinn es hätte, dass hier jetzt gerade eine Geburt stattgefunden hat? Oder warum ein Mensch schon hier und jetzt von uns gegangen ist? Also ist nur evident für jeden von uns, das der Sinn des Lebens im Sterben besteht, denn ein anderer Beweis entspricht keiner Logik? Na, auf den Geschmack gekommen? Vielleicht sollten wir doch einmal aufhören unseren Geist zu binden! Was meinen Sie??? 

(Copyright Andreas Niebur, eMail: Andreas.Niebur@gmx.de)
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