Judith Kyselo: Im Netz der Zeit


Wenn mein Hirn sich nachts
um deinen warmen Körper schlingt,
greife ich nach Trostpflastersteinen.

Zwischen angestaubter Sehnsucht
und weggeschobenen Träumen
hat die Nacht sich ausgeweint.

Ausgebreitet, hänge ich im Netz der Zeit
Angst und Hoffnung halten mich
mit ihren großen Händen.

Und ich falle
auf mich.

(Copyright Judith Kyselo, Ameisenkriegerin@aol.com
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Judith Kyselo
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