Romy Gerlach: Schmerz oder Leere
Vom Zweifel geplagt,
falle ich in eine Verzweiflung.
Hoffnungslosigkeit überfällt mich
Und zwingt mich dazu die Augen zu öffnen
Vor einer Wahrheit, die zu grausam ist,
um sie dem Verstand zu überlassen,
denn er würde daran zerbrechen.
Rotes Blut fließt,
die Wunden brennen.
Eines Tages werden daraus Narben
Und neue Wunden kommen hinzu...
Aber jetzt ist der Schmerz noch grenzenlos.
Er löscht alles Logische aus
Und treibt mich dazu nur noch zu fühlen,
den Schmerz, der endlos scheint.
Und wenn man denkt, dass es schlimmer nicht mehr geht,
man die Grenze des schrecklichsten Schmerzes erreicht hat,
hört es auf...
Der Schmerz weicht einer Leere,
einer Leere, die auf ihre Weise noch grausamer ist
als jeder Schmerz sein könnte.
Du fühlst nicht, nichts...
Und du wünscht dir sehnlichst etwas herbei:
Liebe, Sehnsucht, Wärme
Oder wenigstens Hass, Wut, Angst,
ja, selbst der Schmerz wäre erträglicher als diese Leere.
Etwas greifbares, woran man sich klammern kann,
etwas, dass einem beweist, dass man noch fühlen kann.
Aber da ist nichts...
Die Welt dreht sich weiter
Und keiner merkt, dass ich nur noch ein seelenloses Geschöpf bin,
nicht fähig zu fühlen...
(Copyright Romy Gerlach:
greenythefirst@gmx.net
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